{"id":909,"date":"2016-03-23T14:00:55","date_gmt":"2016-03-23T13:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.akb-ev.de\/?p=909"},"modified":"2016-05-18T09:12:02","modified_gmt":"2016-05-18T08:12:02","slug":"geschaeftsbericht-des-vorstandes-fuer-das-jahr-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/geschaeftsbericht-des-vorstandes-fuer-das-jahr-2015\/","title":{"rendered":"Gesch\u00e4ftsbericht des Vorstandes f\u00fcr das Jahr 2015"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Die Anonyme Alkoholkrankenhilfe Berlin (AKB) e.V. ist eine Gemeinschaft von Frauen und M\u00e4nnern, die das Ziel haben, gemeinsam ihre Suchtprobleme zu l\u00f6sen und anderen Suchtkranken und ihren Angeh\u00f6rigen bei der L\u00f6sung ihres Suchtproblems zu helfen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Beratungsangebote<\/strong><br \/>\nIn unserer Kontakt- und Beratungsstelle in Berlin-Dahlem, Gustav-Meyer-Str.7 k\u00f6nnen sich Hilfesuchende, ob Abh\u00e4ngige oder Angeh\u00f6rige, t\u00e4glich, auch samstags, sonntags und an Feiertagen, in der Zeit von 9 bis 21 Uhr ausf\u00fchrlich informieren und beraten lassen.<br \/>\nWir legen Wert darauf, dass unser t\u00e4gliches Beratungsangebot erheblich \u00fcber die \u00d6ffnungszeiten anderer Einrichtungen hinausgeht. Wir halten es f\u00fcr unverzichtbar, Betroffenen auch an Wochenenden und an Feiertagen ein Angebot zu machen.<br \/>\nUnser offenes Haus bietet Abh\u00e4ngigen, die zu Beginn ihrer Trockenheit h\u00e4ufig Schwierigkeiten haben, mit freier Zeit sinnvoll umzugehen, eine wertvolle Anlaufstelle. Ebenso nutzen viele Betroffene, die schon l\u00e4nger abstinent leben, dieses Angebot, um das Gespr\u00e4ch zu suchen und ihre Erfahrung mit Hilfesuchenden zu teilen. Wir begr\u00fc\u00dfen die Einbindung von Angeh\u00f6rigen und<br \/>\nFreunden, die f\u00fcr Betroffene von gro\u00dfem Nutzen sein kann.<br \/>\nAuch im Berichtsjahr umfasste unser Angebot wieder das bis Mitternacht offene Haus an Heiligabend und ebenfalls die Silvesterfeier ohne Alkohol bis ca. 2 Uhr.<\/p>\n<p><strong>Mitglieder<\/strong><br \/>\nIm Berichtsjahr z\u00e4hlten wir 320 Vereinsmitglieder, somit blieb die Zahl der Mitglieder mit knapp \u00fcber 300 in den letzten Jahren weitgehend konstant.<\/p>\n<p><strong>Selbsthilfegruppen<\/strong><br \/>\nIm Berichtsjahr konnten wir 29 Gespr\u00e4chsgruppen, davon 2 Angeh\u00f6rigengruppen, in 6 Berliner Bezirken anbieten.<br \/>\nIn 2015 mussten die Gruppen Hertzbergstrasse Montag und Donnerstag leider schlie\u00dfen, der Standort bleibt Sonntags weiter erhalten und AKB Gruppen sind dort gern gesehen. Die Schritte-Gruppe pausierte wegen Mangel an Beteiligung. <\/p>\n<p><strong>Tagestherapie<\/strong><br \/>\nIn unseren R\u00e4umen bieten wir ein tagesstrukturierendes Programm in Selbsthilfe an, die Ambulante sechsw\u00f6chige Tagestherapie. Sinn dieser Therapie ist es, Alkoholikern die M\u00f6glichkeit zu geben, aus ihrem h\u00e4uslichen Bereich heraus Abstand vom Alkohol zu gewinnen und erste Trockenheitserfahrungen zu sammeln. Wichtig erscheint uns f\u00fcr das Erreichen<br \/>\ndes Therapieziels die t\u00e4glich neue Entscheidung der Betroffenen \u00fcber ihre Teilnahme an diesem Angebot. Der Abh\u00e4ngige muss f\u00fcr sich jeden Tag die<br \/>\nFrage neu beantworten, wie ernst es ihm ist, etwas f\u00fcr seine Trockenheit zu tun. Die Aufnahme der Therapie ist nach einem ausf\u00fchrlichen Vorgespr\u00e4ch ohne Wartezeit oder Kosten\u00fcbernahmeregelung m\u00f6glich.<br \/>\nDie ambulante Tagestherapie haben im Berichtsjahr 64 Personen begonnen. Davon mussten 5 wegen eines R\u00fcckfalls oder Fernbleibens entlassen werden.<br \/>\nNach einem R\u00fcckfall kann die Tagestherapie nach Ablauf von 6 Monaten oder nach einem Motivationsgespr\u00e4ch mit positiver Prognose nochmals begonnen werden. Von denen, die die Therapie beendet haben, besuchen viele weiter regelm\u00e4\u00dfig unsere Gespr\u00e4chsgruppen.<br \/>\nWir bieten den Teilnehmern der sechsw\u00f6chigen Tagestherapie weiterhin w\u00f6chentlich 5 Intensivgruppen an, die suchtspezifische Themen bearbeiten und so den Abstinenzanf\u00e4ngern den Einstieg in die Bew\u00e4ltigung der individuellen Suchtgeschichte erleichtern und Perspektiven f\u00fcr ein suchtfreies Leben aufzeigen. Dieses Angebot hat sich in den letzten 6 Jahren sehr gut bew\u00e4hrt und wird von den Therapieteilnehmern sehr positiv bewertet.<\/p>\n<p><strong>Informationsarbeit in Krankenh\u00e4usern<\/strong><br \/>\n2015 haben wir Patienten in 17 Berliner Entzugseinrichtungen und Entgiftungstationen der Kliniken \u00fcber die Angebote der Sucht-Selbsthilfe informiert. Besonders anzumerken ist, dass nach Auswertungen unseres internen Qualit\u00e4tsmanagements rund 50% der Teilnehmer an unserer sechsw\u00f6chigen Tagestherapie die Entscheidung f\u00fcr diese Therapie aufgrund<br \/>\ndes Erstkontaktes mit unseren ehrenamtlichen Helfern in der Krankenhausinformationsarbeit getroffen haben.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4vention<\/strong><br \/>\nIm Rahmen unserer Pr\u00e4ventionsarbeit bieten wir Berliner Schulen Informationsgespr\u00e4che f\u00fcr Sch\u00fcler mit ihren Lehrern an. Trockene Alkoholiker informieren \u00fcber Wesen und Verlauf der Alkoholkrankheit und vermitteln durch Bericht \u00fcber ihre eigene Suchtkarriere, dass die Krankheit zum Stillstand gebracht werden kann.<br \/>\nUns ist bewusst, dass diese Aufkl\u00e4rung junge Menschen nicht davon abhalten kann, Alkohol zu konsumieren. Sie wird m\u00f6glicherweise aber die Wahrnehmung sch\u00e4rfen f\u00fcr die Gefahr von Alltagsdrogen, und sie kann den Sch\u00fclern, die ein Alkoholproblem in der Familie haben, deutlich machen, dass es Hilfe gibt.<br \/>\nIm Berichtsjahr haben 6 Schulklassen mit insgesamt 163 Sch\u00fclern an diesen Informationsveranstaltungen teilgenommen.<\/p>\n<p><strong>Kontakte und Kooperationen<\/strong><br \/>\nEinige gro\u00dfe Berliner Firmen empfehlen unsere Angebote ihren betroffenen Mitarbeiten. Die Zusammenarbeit mit Betriebsr\u00e4ten und den betrieblichen Sozialeinrichtungen hat sich bisher gut bew\u00e4hrt.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus kooperieren wir mit der Caritas K\u00f6nigsberger 11, sowie der Universal-Stiftung Helmut Ziegner und der Stadtmission City Berlin, die ihren betroffenen Klienten ebenfalls unsere Tagestherapie empfehlen. Ferner schicken \u00c4rzte in Berliner Entzugskliniken, insbesondere der DRK-Kliniken Drontheimer Stra\u00dfe und des J\u00fcdischen Krankenhauses, Patienten w\u00e4hrend der qualifizierten Entgiftung zur Beratung in unser Haus. Ziel ist die Motivation zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen oder der sechsw\u00f6chigen Tagestherapie.<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen<\/strong><br \/>\nWie in jedem Jahr erfreute sich unser traditionelles Sommerfest bei unseren Vereinsmitgliedern, ihren Angeh\u00f6rigen und Freunden gro\u00dfer Beliebtheit und wurde auch von Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, Vertretern unserer Kooperationspartnern und Mitarbeitern von Therapieeinrichtungen aus Berlin und Brandenburg besucht.<br \/>\nBesonders freute uns das Gru\u00dfwort Frau Markl-Vietos, in dem Sie ihre Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr unsere Suchthilfearbeit betonte und Ihre weitere politische Unterst\u00fctzung des AKB zusicherte.<\/p>\n<p>Wir waren im Berichtsjahr an der Veranstaltung der Landesstelle Berlin f\u00fcr Suchtfragen, der 10. Sucht-Selbsthilfe-Tagung Berlin ebenso beteiligt, wie am \u201eSelbsthilfe-Festival-Berlin\u201c, einer gemeinsamen Veranstaltung von Selko e.V., der Landesstelle Berlin und der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V. Mit einem Informationsstand waren wir beim Gesundheitstag der Beuth-Hochschule f\u00fcr Technik Berlin vertreten. Wir beteiligten uns am ersten Selbsthilfegruppen-Speed-Dating der Hartmut-Spittler-Fachklinik, die Resonanz darauf war so gut, dass der Chefarzt, Herr Dr. Darius Chamouradi-Tabatabai, diese Veranstaltung in den n\u00e4chsten Jahren wiederholen m\u00f6chte.<br \/>\nIm Berichtsjahr f\u00fchrten wir ein Informationsseminar f\u00fcr angehende Betriebsr\u00e4te aus der Bildungseinrichtung Arbeit und Lernen Detmold gGmbH durch. Auch hier vermittelten wir einen \u00dcberblick \u00fcber Wesen und Verlauf der Alkoholkrankheit und die Hilfsangebote der Selbsthilfe.<\/p>\n<p><strong>Gemienarbeit<\/strong><br \/>\nWir waren im Berichtsjahr vertreten in den Gremien<br \/>\n&#8211; des IRSD S\u00fcd-West, dem Integrierten Regionalen Suchthilfedienst S\u00fcd-West,<br \/>\nRegion 1 f\u00fcr Tempelhof-Sch\u00f6neberg und Steglitz-Zehlendorf;<br \/>\n&#8211; der Untergruppe Suchthilfe der PSAG,<br \/>\n&#8211; der Untergruppe Suchtpr\u00e4vention der PSAG<br \/>\nsowie der \u00fcbergeordneten &#8211; PSAG &#8211; Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft des<br \/>\nBezirkes Steglitz Zehlendorf<br \/>\n&#8211; der Landesstelle Berlin f\u00fcr Suchtfragen e.V.<\/p>\n<p><strong>Freizeitaktivit\u00e4ten<\/strong><br \/>\nDie bereits seit langem bestehenden Freizeitgruppen Skat sowie Brett- und Kartenspiele sind nach wie vor gut besucht. Sehr stark besucht sind insbesondere die PC-Gruppen und die Holzwerkgruppe, in der praktische und dekorative Holzarbeiten angefertigt werden.<br \/>\nUnsere Weihnachtsfeier haben wir 2015 in der Gustav-Meyer-Str durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Beteiligung der Mitglieder des AKB am ADV Drachenbootrennen war auch im Berichtsjahr so zahlreich, dass wir uns auch 2016 mit einen eigenen Drachenboot melden werden. Diese Veranstaltung f\u00f6rderte, ebenso wie unsere Vereinsaktivit\u00e4ten Kurzreisen, Freizeitgruppen und Feiern, die Bindung an den Verein und ist gutes Mittel, allen Betroffenen zu vermitteln, dass der Verzicht auf Suchtmittel nicht mit einem Verzicht auf Lebensfreude einhergehen muss.<\/p>\n<p><strong>Schlussbemerkung und Dank<\/strong><br \/>\nWir danken dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf f\u00fcr die Zuwendung und die M\u00f6glichkeit, die Gustav-Meyer-Str. in Erbpacht weiter zu nutzen.<br \/>\nOhne beides w\u00e4re eine Fortf\u00fchrung unserer umfangreichen Arbeit auf Sicht nicht m\u00f6glich.<br \/>\nDer Vorstand dankt allen ehrenamtlichen Helfern f\u00fcr ihren pers\u00f6nlichen Einsatz.<\/p>\n<p>Berlin, im Januar 2016 f\u00fcr den Vorstand: Christian-Peter Stephan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-909","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=909"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":919,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/909\/revisions\/919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}