{"id":646,"date":"2015-03-02T21:40:09","date_gmt":"2015-03-02T20:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.akb-ev.de\/?p=646"},"modified":"2016-05-18T09:13:45","modified_gmt":"2016-05-18T08:13:45","slug":"gesberdvs20014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/gesberdvs20014\/","title":{"rendered":"Gesch\u00e4ftsbericht des Vorstandes 2014"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Verdana Ref,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Gesch\u00e4ftsbericht des Vorstandes 2014 <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p>Die Anonyme Alkoholkrankenhilfe Berlin (AKB) e.V. ist eine Gemeinschaft von Frauen und M\u00e4nnern, die das Ziel haben, gemeinsam ihre Suchtprobleme zu l\u00f6sen und anderen Suchtkranken und Suchtgef\u00e4hrdeten, insbesondere Alkohol- und Medikamentenabh\u00e4ngigen, sowie deren Angeh\u00f6rigen bei der L\u00f6sung ihres Suchtproblems zu helfen.<\/p>\n<p>Beratungsangebote<\/p>\n<p>In unserer Kontakt- und Beratungsstelle in Berlin-Dahlem, Gustav-Meyer-Str. 7, k\u00f6nnen sich Hilfesuchende, ganz gleich ob Abh\u00e4ngige oder Angeh\u00f6rige, t\u00e4glich \u2013 auch samstags, sonntags und an Feiertagen \u2013 in der Zeit von 9 bis 21 Uhr ausf\u00fchrlich informieren und beraten lassen.<\/p>\n<p>Wir legen Wert darauf, dass unser Beratungsangebot mit 12 Stunden t\u00e4glich erheblich \u00fcber die \u00d6ffnungszeiten anderer Einrichtungen hinausgeht. Wir halten es f\u00fcr unverzichtbar, Betroffenen auf dem Weg aus der Sucht auch an Wochenenden und an Feiertagen ein Angebot zu machen.<\/p>\n<p>Unser offenes Haus bietet Abh\u00e4ngigen, die zu Beginn ihrer Trockenheit h\u00e4ufig Schwierigkeiten haben, mit freier Zeit sinnvoll umzugehen, eine wertvolle Anlaufstelle. Ebenso nutzen viele Betroffene, die schon l\u00e4nger abstinent leben, dieses Angebot, um das Gespr\u00e4ch zu suchen und ihre Erfahrung mit neuen Hilfesuchenden zu teilen. Wir begr\u00fc\u00dfen die Einbindung von Familie und Freunden, die f\u00fcr Betroffene und ihre Angeh\u00f6rigen von gro\u00dfem Nutzen sein kann.<\/p>\n<p>Auch im Berichtsjahr umfasste unser Angebot wieder das bis Mitternacht offene Haus an Heiligabend und ebenfalls die Silvesterfeier ohne Alkohol bis 2 Uhr mit Buffet und Musik.<\/p>\n<p>Mitglieder<\/p>\n<p>Im Berichtsjahr z\u00e4hlten wir 310 Vereinsmitglieder, somit blieb die Zahl der Mitglieder mit knapp \u00fcber 300 in den letzten 5 Jahren weitgehend konstant.<\/p>\n<p>Selbsthilfegruppen<\/p>\n<p>Im Berichtsjahr konnten wir 31 Gespr\u00e4chsgruppen, davon 2 Angeh\u00f6rigengruppen, in 6 Berliner Bezirken anbieten.<br \/>\nIn 2014 konnten wir unser Angebot nicht nur quantitativ leicht erh\u00f6hen; wir freuen uns besonders \u00fcber die inhaltliche Erweiterung: Durch das Engagement von Vereinsmitgliedern gelang es, wieder eine Schritte-Gruppe zu er\u00f6ffnen, die dieses seit Jahrzehnten bew\u00e4hrte Angebot zur pers\u00f6nlichen Weiterentwicklung im AKB wiederbeleben will. G\u00e4nzlich neu im Angebot ist die Unter-35-Gruppe, die sich das Ziel gesetzt hat, die Zugangsschwellen f\u00fcr junge Abh\u00e4ngigkeitskranke abzubauen; hierf\u00fcr spricht die Gruppe sehr deutlich Mischkonsum unterschiedlichster stofflicher Suchtmittel an und wird als bisher einzige Selbsthilfegruppe im Verein als Dialoggruppe gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Tagestherapie<\/p>\n<p>In unseren R\u00e4umen bieten wir ein tagesstrukturierendes Programm in Selbsthilfe an, die Ambulante sechsw\u00f6chige Tagestherapie. Sinn dieser Therapie ist es, Alkoholikern die M\u00f6glichkeit zu geben, aus ihrem h\u00e4uslichen Bereich heraus Abstand vom Alkohol zu gewinnen und erste Trockenheitserfahrungen zu sammeln. Wichtig erscheint uns f\u00fcr das Erreichen des Therapieziels die t\u00e4glich neue Entscheidung der Betroffenen \u00fcber ihre Teilnahme an diesem Angebot. Der Abh\u00e4ngige muss f\u00fcr sich jeden Tag die Frage neu beantworten, wie ernst es ihm ist, etwas f\u00fcr seine Trockenheit zu tun. Die Aufnahme der Therapie ist nach einem ausf\u00fchrlichen Vorgespr\u00e4ch ohne Wartezeit oder Kosten\u00fcbernahmeregelung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die ambulante Tagestherapie haben im Berichtsjahr 55 Personen begonnen. Davon haben 5 die Therapie vorzeitig beendet oder mussten wegen eines R\u00fcckfalls entlassen werden. Nach einem R\u00fcckfall kann die Tagestherapie nach Ablauf von 6 Monaten oder nach einem Motivationsgespr\u00e4ch mit positiver Prognose nochmals begonnen werden. Von denen, die die Therapie beendet haben, besuchen viele weiter regelm\u00e4\u00dfig unsere Gespr\u00e4chsgruppen.<\/p>\n<p>Wir bieten den Teilnehmern der sechsw\u00f6chigen Tagestherapie weiterhin w\u00f6chentlich 5 Intensivgruppen an, die suchtspezifische Themen bearbeiten und so den Abstinenzanf\u00e4ngern den Einstieg in die Bew\u00e4ltigung der individuellen Suchtgeschichte erleichtern und Perspektiven f\u00fcr ein suchtfreies Leben aufzeigen. Dieses Angebot hat sich in den letzten 5 Jahren sehr gut bew\u00e4hrt und wird von den Therapieteilnehmern sehr positiv bewertet.<\/p>\n<p>Informationsarbeit in Krankenh\u00e4usern<\/p>\n<p>2014 haben wir Patienten in 17 Berliner Entzugseinrichtungen und Entgiftungstationen der Kliniken \u00fcber die Angebote der Sucht-Selbsthilfe informiert. Besonders anzumerken ist, dass nach Auswertungen unseres internen Qualit\u00e4tsmanagements ca. 50% der Teilnehmer an unserer sechsw\u00f6chigen Tagestherapie die Entscheidung f\u00fcr diese Therapie aufgrund des Erstkontaktes mit unseren ehrenamtlichen Helfern in der Krankenhausinformationsarbeit getroffen haben.<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention<\/p>\n<p>Im Rahmen unserer Pr\u00e4ventionsarbeit bieten wir Berliner Schulen Informationsgespr\u00e4che f\u00fcr Sch\u00fcler mit ihren Lehrern an. Trockene Alkoholiker informieren \u00fcber Wesen und Verlauf der Alkoholkrankheit und vermitteln durch Bericht \u00fcber ihre eigene Suchtkarriere, dass die Krankheit zum Stillstand gebracht werden kann.<br \/>\nUns ist bewusst, dass diese Aufkl\u00e4rung junge Menschen nicht davon abhalten kann, Alkohol zu konsumieren. Sie wird m\u00f6glicherweise aber die Wahrnehmung sch\u00e4rfen f\u00fcr die Gefahr von Alltagsdrogen, und sie kann den Sch\u00fclern, die ein Alkoholproblem in der Familie haben, deutlich machen, dass es Hilfe gibt. Im Berichtsjahr haben eine Schulklasse bei uns im Haus und die Beethoven-Schule, ein Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf, diese Informations-veranstaltung in Anspruch genommen.<\/p>\n<p>Kontakte und Kooperationen<\/p>\n<p>Einige gro\u00dfe Berliner Firmen empfehlen unsere Angebote ihren betroffenen Mitarbeiten. Die Zusammenarbeit mit Betriebsr\u00e4ten und den betrieblichen Sozialeinrichtungen hat sich bisher sehr gut bew\u00e4hrt. Dar\u00fcber hinaus kooperieren wir mit der Caritas K\u00f6nigsberger 11, sowie der Universal-Stiftung Helmut Ziegner und der Stadtmission City Berlin, die ihren betroffenen Klienten ebenfalls unsere Tagestherapie empfehlen. Ferner schicken \u00c4rzte in Berliner Entzugskliniken, insbesondere der DRK-Kliniken Drontheimer Stra\u00dfe und des J\u00fcdischen Krankenhauses, Patienten w\u00e4hrend der qualifizierten Entgiftung zur Beratung in unser Haus. Ziel ist die Motivation zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen oder der sechsw\u00f6chigen Tagestherapie.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen<\/p>\n<p>Wie in jedem Jahr erfreute sich unser traditionelles Gartenfest bei unseren Vereinsmitgliedern, ihren Angeh\u00f6rigen und Freunden gro\u00dfer Beliebtheit und wurde auch von Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, Vertretern unserer Kooperationspartnern und Mitarbeitern von Therapieeinrichtungen aus Berlin und dem Land Brandenburg besucht.<\/p>\n<p>Wir waren im Berichtsjahr an der Veranstaltung der Landesstelle Berlin f\u00fcr Suchtfragen e.V. beteiligt, der 9. Sucht-Selbsthilfe-Tagung Berlin. Mit Informationsst\u00e4nden waren wir vertreten: Beim \u201eTag der Begegnung\u201c anl\u00e4\u00dflich der Feier \u2018125 Jahre Suchtselbsthilfe und mehr\u2018 der Guttempler, beim Tag der offenen T\u00fcr der Berliner Polizei sowie beim \u201eSelbsthilfe-Festival-Berlin\u201c, einer gemeinsamen Veranstaltung von Selko e.V., der Landesstelle Berlin f\u00fcr Suchtfragen e.V. und der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e. V.<\/p>\n<p>Gemienarbeit<\/p>\n<p>Wir waren im Berichtsjahr vertreten in den Gremien<br \/>\n\u2013 des IRSD (Integrierten Regionalen Suchthilfedienst) S\u00fcd-West<br \/>\nf\u00fcr Tempelhof-Sch\u00f6neberg und Steglitz-Zehlendorf;<br \/>\n\u2013 der Untergruppe Suchthilfe der PSAG,<br \/>\n\u2013 der Untergruppe Suchtpr\u00e4vention der PSAG<br \/>\nsowie der \u00fcbergeordneten<br \/>\n\u2013 PSAG \u2013 Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft des Bezirkes Steglitz Zehlendorf<br \/>\n\u2013 der Landesstelle Berlin f\u00fcr Suchtfragen e.V.<br \/>\n\u2013 sowie der ABA, Arbeitsgemeinschaft beauftragter berliner Abstinenz- und Suchtselbsthilfeverb\u00e4nde<\/p>\n<p>Freizeit und Vereinsaktivit\u00e4ten<\/p>\n<p>Die bereits seit langem bestehenden Freizeitgruppen Skat sowie Brett- und Kartenspiele sind nach wie vor gut besucht. Sehr stark besucht sind insbesondere die PC-Gruppen und die Holzwerkgruppe, in der praktische und dekorative Holzarbeiten angefertigt werden.<\/p>\n<p>Unsere Weihnachtsfeier haben wir 2014 in der Gustav-Meyer-Stra\u00dfe durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Beteiligung der Mitglieder des AKB am ADV Drachenbootrennen war auch im Berichtsjahr so zahlreich, dass wir uns auch 2015 mit einen eigenen AKB Drachenboot melden werden. Diese Veranstaltung f\u00f6rderte, ebenso wie unsere Vereinsaktivit\u00e4ten Kurzreisen, Freizeitgruppen und Feiern, die Bindung an den Verein und ist gutes Mittel, allen Betroffenen zu vermitteln, dass der Verzicht auf Suchtmittel nicht mit einem Verzicht auf Lebensfreude einhergehen muss.<\/p>\n<p>Schlussbemerkung<\/p>\n<p>Wir danken dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf f\u00fcr seine Zuwendung, ohne die eine Fortf\u00fchrung unserer umfangreichen Arbeit nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Der Vorstand dankt allen ehrenamtlichen Helfern f\u00fcr ihren pers\u00f6nlichen Einsatz.<\/p>\n<p>Berlin, im Januar 2015 \u2013 f\u00fcr den Vorstand: Christian-Peter Stephan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-646","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=646"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":920,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646\/revisions\/920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/akb-ev.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}